NEIN zur Steuerungsgruppe heisst JA zur Zusammenarbeit
Die Gemeinden Luzern und Littau haben sich für eine Fusion entschieden. Sie sind überzeugt, dass das der richtige Weg ist, und sie arbeiten deshalb auch konsequent an der Umsetzung. Aus der Sicht der beiden Fusionspartnerinnen mag dieser Entscheid richtig sein. Es mag auch durchaus berechtigt sein, wenn sich Gemeinden vereinigen, die eine kritische Grösse haben. Auch ist es unbestreitbar nötig, dass Stadt und Agglomeration intensiver zusammenarbeiten. Das Ziel muss jedoch sein, die ganze Agglomeration zu stärken, und nicht nur das städtische Zentrum. Vor allem aber sollen lebensfähige Gemeinden nicht unnötig geopfert werden.
Völlig illusorisch ist es, nun zu glauben, dass in einer fusionsorientierten Steuerungsgruppe mit der Stadt Luzern irgendwelche anderen Zusammenarbeitsformen ernsthaft diskutiert werden können. Luzern und Littau sehen in der Zusammenarbeit keine Alternative, sonst hätten sie sich ja nicht für eine Fusion entschieden. Die IGeH hingegen ist der klaren Überzeugung, dass das, was man mit der Grossfusion anstrebt, auch durch eine intensivere Zusammenarbeit der Agglomerationsgemeinden zu erreichen ist. Vielleicht nicht ganz so bequem, wie mit einer Fusion. Aber mit wesentlich mehr Rücksichtnahme auf die lokalen Bedürfnisse und demokratisch besser abgestützt. Da nun mal die Behörden gerne den für sie einfachsten Weg gehen, hat die Suche nach neuen Zusammenarbeitsformen erst dann eine Chance, wenn das Thema Fusion vom Tisch ist. Wir müssen die Behörden sozusagen zur Zusammenarbeit zwingen. Deshalb ist ein NEIN zur Steuerungsgruppe ein JA zur Zusammenarbeit.