Littau kalt gestellt
Im kommenden Juni 2009 finden in der mit Littau fusionierten Stadt Luzern die Gesamterneuerungswahlen für die Stadtregierung und das Stadtparlament statt. Im Vorfeld der Abstimmung über den Fusionsvertrag Luzern-Littau wurde wiederholt betont, wie wichtig eine angemessene Vertretung der Littauer Bevölkerung in den zukünftigen städtischen Behörden ist. Die Wunschvorstellungen haben nun der harten Realität Platz gemacht. Tatsächlich wird keine der grossen Parteien eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus Littau zur Wahl in den kleinen Stadtrat stellen. Zu gross ist die Angst, dass eine Littauer Kandidatur die Wahl nicht schaffen könnte. Damit bleibt den Littauerinnen und Littauern die Hoffnung, zumindest im Parlament ein paar Abgeordnete stellen zu dürfen, die dann die Interessen des Littauer Stadtteils wahr zu nehmen versuchen.
Die Interessengemeinschaft für ein eigenständiges Horw hat schon seit ihrem Bestehen darauf hingewiesen, dass die Horwer Bevölkerung bei einer allfälligen Fusion in der politischen Mitgestaltung massiv eingeschränkt würde. Wenn es Littau mit seinen gut 16'000 Einwohnerinnen und Einwohnern nicht zu einem Stadtratssitz in der dannzumal 74'000 Personen zählenden Stadt reicht, wie soll es denn Horw möglich sein, eine Vertretung in die städtischen Exekutive wählen zu lassen ? Littau wurde, trotz seiner Grösse, fürs Erste schon ’mal kalt gestellt. Wir Horwerinnen und Horwer würden uns im Falle einer Fusion mit der Stadt Luzern umso wärmer anziehen müssen.